Wieviel Chaos…

kann frau ertragen?…..

Von Künstlern wird häufig behauptet, dass Kreativität nur im Chaos gedeihen kann.  Das behaupten Kunstkritiker, Kunsthistoriker und auch natürlich viele Künstler von sich selbst.

Ein gewisses Chaos herrscht auch in meinem Atelier, wenn ich mitten im Arbeiten bin. Aber wenn ich ein neues Projekt beginne oder mich einem neuen Thema widme, wird bei mir erst einmal aufgeräumt. Ich brauche das, wie die weiße Leinwand oder das Weiß des Papiers, um neu starten zu können. Zwar wird dann die Untermalung für ein Bild manchmal kunterbunt…das inspiriert mich in dem Moment aber schon auf einer anderen Ebene des Malprozesses.

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Chaos in den eigenen vier Wänden ist für mich allerdings schwer auszuhalten…und genau in dem Dilemma stecke ich ja momentan. Nachdem am Montag unsere Einbauküche abgebaut und in der zukünftigen Wohnung wieder aufgebaut wurde, ist die nächsten 2 Wochen Improvisation gefragt. Aber wer von uns Zivilisationsverwöhnten lebt in der heutigen Zeit  noch ohne fließendes Wasser aus dem Hahn, ohne Herd, Kühlschrank usw. Da sich unser Stadthaus über 3 Stockwerke erstreckt und das Bad sich im Stockwerk unter Küche und Wohnzimmer befindet, wird Geschirr jetzt im Schüsselchen nach unten getragen und gespült. Geschirr, Gläser, Töpfe und Pfannen sind bereits in Umzugskartons verpackt – und nur ein “Notbestand”  und unsere improvisierte “Campingküche”,  meiner auf 2 Stühlen aufgelegten Malplatte verbreiten ein gewisses Campingflair….

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Und ehe jetzt jemand mosert und glaubt, die Boxen vom “gelben Riesen” lassen auf meine kriminelle Beschaffungsenergie schließen, dem sei gesagt, dass wir diese Boxen  ausreichend im firmeneigenen MBE-Center im Umlauf haben und die Abgebildeten somit nur temporär dem allgemeinen Postumlauf entzogen sind. Fakt ist, dass sie sich eben einfach prima stapeln lassen und somit unter anderem auch unseren” Kühlschrank” auf der Dachterrasse bilden :-)

Damit komme ich auf meine Anfangsfrage dieses Blogbeitrages zurück und resümiere: Chaos und Chaos ist nicht immer identisch – und um nicht vollends durchzudrehen muss ich mir zur Motivation  ab und zu 1 Stündchen klauen und einfach abschalten…mich mitten im Chaos  an den Esstisch  setzen und mit Bleistift oder Kohle meine Gedanken auf Wanderschaft und Streifzüge in meine Fantasie  schicken. Danach geht es mir wieder besser und so werde ich auch die nächsten Tage überstehen und mich hin und wieder von der “Umzugsfront” melden.

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