Seinem Affen Zucker geben…

wie, wo und warum?….

Wenn ich  im Atelier und an der Staffelei  arbeite, merke ich irgendwann, dass ich unruhig und unzufrieden werde. Dann muss ich meinem künstlerischen “Affen Zucker geben”. Das heisst, ich muss mich an Dreidimensionalität abarbeiten, nicht nur aus der Erinnerung, den anatomischen Kenntnissen und nach Fotos arbeiten, sondern direkt an einem Model und das am liebsten im Freien. Eine wunderbare Möglichkeit bietet dann der Besuch im Zoo und Erfurt verfügt über einen  mit den Jahren durch Investitionen und entsprechendes Engagement sehr ansprechenden Zoo der großen Tiere. Neben Elefanten, Giraffen und Bisons, gibt es auch Löwen, Gepard und Kamele.

Aber für mich  ist das begehbare Freigehege der Berberaffen das Highlight. Durch eine Schleuse kann man sich den “Affenberg” erlaufen und schon am Eingang sitzen die Affen und erwarten die mehr oder minder ängstlichen Besucher. Man kann über unterschiedliche Wege den Hügel erklimmen und sieht die Affen in einer nahezu natürlichen Umgebung.  Ich setzte mich dann gern auf einen Stein und beobachte, fotografiere und skizziere die Affenherde. Man ist also hautnah an ihnen dran -  manche bleiben einen Moment sitzen, andere schauen auch direkt über die Schulter, wie es neugierige Menschen auch tun. Eigentlich ist das Sichhinsetzen nicht so erwünscht, aber die Pfleger bekommen schnell mit, dass man als Zeichnende sich sehr ruhig und bedacht verhält und die Affen nicht stört. Und wenn man in einem kurzen Gespräch dann seine Beweggründe erklärt, dass das Skizzieren ein “Trainieren bzw. Üben” für den Maler ist, wie für den Musiker und Sänger das Tonleiterüben, dann sind sie sehr aufgeschlossen und freundlich. Auf die Bemerkung, dass die Tiere ja aber nicht still sitzen bleiben, verstanden sie dann auch, dass man eben Zeit braucht, zum Beobachten, Schauen, Verinnerlichen oder eben Abwarten, bis man  wieder eines  der Tiere in einer ähnlichen, wie der gerade angefangenen Position entdeckt. Die Zeit verstreicht dort wie im Flug und so reichte es  gestern nur noch für einen kurzen Abstecher, zu den Giraffen, Löwen und  den Breitmaul- nashörnern, die  trotz ihres Lebendgewichtes sehr agil und beweglich sind. Ich will damit sagen, dass diese Schwergewichte auch nicht gern herumstehen und sich zeichnen lassen.

Anbei ein paar kleine Eindrücke aus meinem Skizzenbuch und nun hoffe ich gegen alle Wetterunkereien auf einen schönen Altweibersommer, damit ich noch ein paar Ausflüge in den Zoo machen kann… Leipzig soll auch einen sehr schönen Zoo haben – das würde sich sicher auch lohnen…

Also bleibt gespannt woher die nächsten Skizzen kommen :-)

 

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