Malst du noch oder Golfst du schon….

ich tue zumindest seit letztem Jahr beides….

Malen ist eine einsame Tätigkeit, und die  Künstlerin Cornelia Schleime  sagte einmal: “wer die Einsamkeit des Malens nicht aushält, sollte erst gar keine Farbtube aufdrehen…”

Ich tauche beim Malen in meine ganz eigene Gedanken-und Vorstellungwselt ein und versuche, diese nach außen sichtbar werden zu lassen. Vielleicht habe ich mich auch deshalb so vehement verweigert, als meine Familie vor ein paar Jahren mit dem Golfsport begann und ich sie nur ausnahmsweise mal mit auf den Golfplatz und Golfurlaub begleitete. Dabei hatte ich dann meistens auch noch mein Skizzenbuch dabei, um so für mich daraus einen Nutzen ziehen zu können. Wenn man als Nichtgolfer mal einen Abend in einer Golferrunde gesessen hat, kommt man sich wie ein Außerirdischer vor. Die Gespräche drehen sich nach einem Tag auf dem Platz ausschließlich um Golf und dies in einer unverständlichen Fachsprache….

So bin ich an den Wochenenden, wenn meine Familie zum Golfplatz aufbrach, lieber in’s Atelier gegangen -  war aber dennoch das eine oder andere Mal frustriert, wegen der allein verbrachten “Freizeit”.  Und deshalb habe ich  mich klammheimlich im letzten Frühjahr für  einen Golfschnupperkurs angemeldet, um mich nicht unter Druck setzen, Ratschläge über mich ergehen lassen zu müssen und eine Erwartungshaltung aufzubauen, falls mir das Golfen so gar nicht gefallen sollte. Doch was soll ich sagen…nach den ersten Stunden hatte es mich gepackt, es macht tatsächlich Spaß, ist fordernd für Geist und Körper und der Muskelkater nach den ersten Trainingseinheiten strafte die allgemein so gern benutzte Floskel “Lebst du noch oder Golfst du schon” Lügen. Eine klassische Golfrunde über 18 Bahnen bedeutet je nach Größe des Golfplatzes bis zu 15 Kilometer im Zickzackkurs zu Fuß mit dem Golfbag unterwegs zu sein. Dabei werden durchschnittlich 120 bis 250 mehr oder weniger intensive Golfschwünge ausgeübt und der Energieverbrauch liegt bei bis zu 3000 Kcal. Die Platzreife habe ich im vergangenen Sommer erlangt und bin nun ein sogenannter “rookie”.

Doch genug der Theorie, neben der körperlichen und mentalen Fitness, die mir das Golfspielen ermöglicht, macht es auch tatsächlich Spaß und holt mich  auf dem Golfplatz aus meiner eher introvertierten Künstlereinsamkeit heraus. Außerdem entstehen jede Menge Skizzen und Ideen im Kopf, die es gilt, malerisch umzusetzen. Einige kleinere Arbeiten sind bereits entstanden, doch an dem neuesten Bild habe ich mit Unterbrechungen fast ein Jahr gemalt und letztendlich ist es doch ganz anders geworden, als es ursprünglich von mir angelegt war. Ich vermute, dass es zum Teil eben auch an den selbst gemachten Erfahrungen beim Erlernen des Golfspiels lag.

Aber nun ist es vollendet und auch inzwischen ausgeliefert und der neue Besitzer und passionierte Golfer ist offensichtlich glücklich damit:

“a bird shot”, 2015,  acrylic on canvas, 150×125 cm

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