“finished”…

bedeutet nicht immer fertig…

Ich weiß nicht, welcher Teufel mich geritten hat, den James Dean als “finished” zu erklären und auch noch sofort zu signieren. Eigentlich signiere ich meine Arbeiten erst Wochen nach der Fertigstellung, nämlich dann, wenn sie auch nach einem längeren Zeitraum meinem Endurteil standhalten.

Wahrscheinlich war ich da noch ein wenig unter dem Eindruck des Sommerakademieseminars von Hannover. Dort signierten einige Seminarteilnehmer/innen ihre Werke sofort (!)….egal…

Meine Freundin Nadja, ebenfalls Künstlerin und Mitstudentin aus meiner Bonner Zeit, mit der ich zusammen die Sommerakademie besuchte, machte mich auf ein paar kleine Schwachstellen aufmerksam, die mir im Nachhinein auch meine eigene Unzufriedenheit mit dem Porträt erklärten und so habe ich den James heute nochmal einiger kleiner Korrekturen unterworfen. Jetzt bleibt er erst einmal – wie eigentlich üblich – ein paar Tage auf der Staffelei stehen und wenn mir dann nichts mehr auffällt, ist er wirklich “finished”… An dieser Stelle nochmal Danke Nadja, wunderbar, dass es Dich gibt und wir uns auch über etliche 100 Kilometer künstlerisch ergänzen und kritisieren können :-)

Möglicherweise fallen die Nacharbeiten gar nicht so ins Auge, aber deshalb stelle ich mal Vorher und Nachher nebeneinander…

Artelier13-paintings-portraits-James-Erfurt-Kuechler-Dagmar-2014-08-21-003 Artelier13-paintings-portraits-James-Erfurt-Kuechler-Dagmar-2014-08-26-001

 

Und ansonsten.. ist immer noch Sommer, auch wenn das heutige Wetter eher auf Herbst schliessen ließ…lasst Euch die Laune nicht verderben… ich tue es auch nicht…bis die Tage…

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6 Kommentare zu “finished”…

  1. Nadja finke sagt:

    Danke liebe Dagmar freue mich ebenso, dass wir uns so toll austauschen können. Und es ist einfach nicht zu Glauben welche Kleinigkeiten so viel ausmachen. Klasse

    • dagmar sagt:

      Ja Nadja, wie wir festgestellt haben, beim Porträt sind es manchmal nur Milimeter oder Zentimeter, die wichtig sind :-) … Schön, dass es Dich gibt…ganz liebe Grüsse

  2. Die Fähigkeit zur Selbstkritik, die Fähigkeit zu reflektieren und die immerwährende Unzufriedenheit mit seinen Leistungen macht aus einem selbstgefälligen, fertigen Maler einen immer suchenden Künstler!

  3. Ich beurteile, dass sich Deine Überarbeitung des Portraits gelohnt hat. Der so typische Gesichtsausdruck für James Dean, oder richtiger gesagt, so wie ich ihn als Typ von der Leinwand her kannte, markant, Härte zeigend, heute würde man im Neudeutschen sagen: “coolness ausstrahlend”, ist in der Charakteristik dieses großartigen Schauspielers treffender dargestellt.

    Viele Grüße, Hans-Joachim!

Ich freue mich über feedback, motivierende Worte ebenso wie sachliche Kritik....