1. Mai – Tag der Arbeit….?

und was liegt da näher als….

zu arbeiten?…. Aber Malen ist keine Arbeit, sondern mein ureigenstes Bedürfnis… und nachdem ich wieder an der Ölfarbe “geschnuppert habe”… lässt sie mich nicht los.

Also habe ich heute Leinwände gebaut und losgelegt. Der Gatte hatte sich die längst überfällige Fahrzeugbeschriftung für unser Firmenfahrzeug vorgenommen und so habe ich mich in mein Dachatelier verzogen, beide Dachfenster geöffnet und losgelegt….

Erinnerungen werden wach, an 1. Mai… Zwangseinfindung zur Kampfdemonstration früherer DDR-Jahre, es gab Bockwurst oder Fischbrötchen auf “Anwesenheitsmarke” und im Hinterkopf hatte ich die Checkliste für die Geburtstagsvorbereitungen zum Geburtstag meiner Tochter. Wenn ich Glück hatte und “Palmin” ergattert hatte, gab es den in Ostdeutschland auf allen Kindergeburtstagen heiss begehrten “Kalten Hund”…ein Schichtkuchen aus  Keksen mit Kakao-Kokosöl-Füllung…über Nacht im Kühlschrank gekühlt…der Grauen jedes Zahnarztes, aber von den Kindern heiss geliebt.

Und während mir der Geruch der Ölfarben und des Malmittels in die Nase steigt, steigen Erinnerungen an meinen Papa in mir hoch…. Ölfarbengeruch, den er mit nach Hause brachte…wenn er als unbeugsamer Selbständiger im DDR-System nach seinem Ein-Mann- Arbeitsalltag als Malermeister seine Arbeitssachen im Bad aufhängte.  “Ach Papi…ich wünschte Du könntest sehen, dass wenigstens eines deiner Kinder deine weitergegebenen Gene ausleben kann im  Hier und Jetzt.”

Ich bin dankbar dafür, dass ich es darf…..

2016-05-01 14.10.30 2016-05-01 15.58.30

 

 

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